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Zeichen setzen! Bunte Vielfalt, gegen Rassismus und rechte Gewalt!

20230620_Plakate_61.jpg AngsträumeVorschaubilderKonzertplakat mit Pizza vom HackebeilAngsträumeVorschaubilderKonzertplakat mit Pizza vom HackebeilAngsträumeVorschaubilderKonzertplakat mit Pizza vom HackebeilAngsträumeVorschaubilderKonzertplakat mit Pizza vom HackebeilAngsträumeVorschaubilderKonzertplakat mit Pizza vom Hackebeil

Von einem weißen Rahmen umgeben ist das zentrale Element des hochkant gedruckten Plakats eine Collage, die vier Ausschnitte verschiedener (weißer) Gesichter in verfremdeten Farben (vor allem Rot- und Grüntöne) zeigt. In der Mitte verläuft eine grüne und orange Spirale. Am oberen Bildrand ist in voller Breite in serifenlosen Großbuchstaben mit geringer Strichstärke "Zeichen Setzen!" montiert, und zwar so, dass die obere Hälfte der Buchstaben grau vor dem weißen Rand erscheint, die untere Hälfte weiß vor der Collage. Darunter ist im selben Schrifttyp kleiner "Bunte Vielfalt, gegen Rassismus und rechte Gewalt!" gesetzt. Im unteren weißen Rand ist der die Herausgeberin, die "Telefonische Notfallberatung für Opfer rassistischer Angriffe und Bedrohungen" ABAD, deren Logo und die entsprechende Telefonnummer (eine gebührenfreie 0800er-Nummer) gesetzt, links ist der Verweis auf die Fördermittelgeberin (die Amadeu-Antonio-Stiftung), rechts auf den Layouter (Martin Geisler) gesetzt.

Ganz offensichtlich geht es hier darum, die Beratungsstelle bei (potentiellen) Betroffenen rechter Gewalt bekannt zu machen. Die Gestaltung eröffnet allerdings einige Fragen. Wieso setzt eine Beratungsstelle Zeichen? In welchem Verhältnis stehen (weiße) Gesichter zum Setzen von Zeichen und zu rechter Gewalt? Werden die Gesichter von einer Spirale eingesaugt, was Traumatisierung durch reche Gewalt symbolisieren soll?

Die Thüringer Opferberatungsstelle ABAD wurde 2001 gegründet und vom Flüchtlingsrat Thüringen getragen. Ende 2003 wurde ABAD eingestellt, weil die Thüringer Landesregierung es abgelehnt hatte, eine beförwortende Stellungnahme abzugeben, die aber für eine Weiterführung im Rahmen des Bundesprogramms CIVITAS nötig gewesen wäre. Die ablehnende Haltung von Landesregierung und Bundesprogramm resultierte u.A. aus der auch auf verschiedenen Plakaten dokumentierten Zusammenarbeit mit antifaschistischen Akteur*innen und dem allzu deutlichen Hinweisen auf die hohe Verbreitung von Rassismus in Thüringen.

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