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Gutscheinumtausch mit Flüchtlingen in Erfurt

1zu1_Anzeige1_ende_1990er.jpg Wir bleiben alle! Topf & Söhne bleibt besetztVorschaubilderKonzert im bestzten Haus Erfurt am 13.05.2005Wir bleiben alle! Topf & Söhne bleibt besetztVorschaubilderKonzert im bestzten Haus Erfurt am 13.05.2005Wir bleiben alle! Topf & Söhne bleibt besetztVorschaubilderKonzert im bestzten Haus Erfurt am 13.05.2005Wir bleiben alle! Topf & Söhne bleibt besetztVorschaubilderKonzert im bestzten Haus Erfurt am 13.05.2005Wir bleiben alle! Topf & Söhne bleibt besetztVorschaubilderKonzert im bestzten Haus Erfurt am 13.05.2005

Das schwarz-weiß kopierte Plakat trägt die fette Überschrift: "Gutscheinumtausch mit Flüchtlingen in Erfurt". Darunter sehen wir ein Foto, dass die obere Hälfte des Plakate füllt, darauf zu sehen ein Kind dass ein anderes, lachendes Kind in einem Einkaufswagen schiebt. Der darunter montierte Text erläutert das Anliegen des Plakats: In den späten 1990er-Jahren erhielten Geflüchtete in Erfurt den größten Teil ihrer Leistungen in Gutscheinen. Einziger erkennbarer Zweck der Maßnahme war es, die Leute zu schikanieren. Um das zu umgehen, haben Antirassist*innen aus Erfurt zu regelmäßigen Terminen Gutscheinumtausch organisiert, also Termine, zu denen Angehörige der Mehrheitsgesellschaft aufgerufen waren, mit Geflüchteten einkaufen zu gehen und deren Gutscheine in Bargeld umzutauschen.

Zum selben Anlass in ganz ähnlicher Gestaltung gibt es auch eine gedruckte Version des Plakats von der Initiative 1:1.

Auch in Weimar gab es zu dieser Zeit ein Plakat zum Gutscheinumtausch in der Gerberstraße. Der unterschiedliche Ansatz in Erfurt und Weimar ist darauf zurückzuführen, dass die Gutscheine in Erfurt nur von den Geflüchteten selbst eingelöst werden konnten und daher ein gemeinsamer Einkauf organisiert wurde. In Weimar konnten die Gutscheine von allen eingetauscht werden, weswegen hier ein einfacher Umtausch möglich war.

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