Das schwarz-weiß im Querformat kopiertes Plakat der Indymedia-Ortsgruppe Erfurt lädt zu einem Filmfestival ins besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf&Söhne-Gelände in Erfurt ein. Oben ist in abgerundeten, großen Buchstaben sehr groß "Screen", etwas kleiner "flash" zu lesen, im Bildhintergrund Strahlen von links oben nach rechts unten sowie das Indymedia-Logo. Links eine schwatze Silhouette einer Person mit Kapuzenpulli, die Hand mit einem Mikrofon darin erhoben. Über das Indymedia-Logo ist eine Liste der Themen, zu denen es Filme gibt, zu sehen: Festung Europa, sozialrevolutionäre Bewegungen, Gipfelproteste, Hausbesetzungen, Castor, Antifa und weitere.
Die beworbene Veranstaltung war Anlass eines kleinen Szene-Skandals: Der israelische Filmemacher Yaar Peretz hatte kurzfristig einen Beitrag über israelische Friedensaktivist*innen eingereicht. Da es im "Haus" den Konsens gab, wegen der Geschichte des Geländes keine israelkritischen Veranstaltungen durchzuführen, wurde der Beitrag nicht aufgenommen, was besagter Filmemacher mit wütenden Mails ("Shame on german squatters ...") in internationalen Mailverteilern kommentierte. Mehr dazu im 2012 erschienen Buch zur Besetzung ab Seite 75.
- Autor
- Indymedia Erfurt
- Erstellt am
- Montag, 7. Juli 2025