Das Plakat mobilisiert zu der Antifa-Kampagne "Volkstrauertag abschaffen". Im Jahr 2016 bestand die Kampagne aus einem Vortrag in in Suhl und Erfurt zur Kritik deutscher Gedenkpolitik. Außerdem gab es Vorführungen des Films "Triumph des guten Willens", in Arnstadt, Gotha und Jena. In dem Film geht es auch um die Kritik deutscher Gedenkpolitik und um den Ideologiekritiker Eike Geisel. Zusätzlich wurde zu einer Nachttanzdemo am 12. November 2016 in Erfurt und einer Kundgebung am 13. November in Friedrichroda mobilisiert. Die Kampagne richtet sich sowohl gegen das Heldengedenken der Nazis zum Volkstrauertag in Friedrichroda, bei dem sie mit Fackeln durch die Stadt zogen, als auch gegen die Ignoranz der Bewohner:innen, NS Verharmlosung und Opfermythen. Bei den inhaltlichen Veranstaltungen ging es vor allem um die Kritik der deutschen Gedenkpolitik. Das Antifaschistische Bündnis Gotha bestand aus der Antifaschistischen Aktion Gotha und den Antifaschistischen Gruppen Südthüringen und organisierte seit 2009 regelmäßig Protestaktionen zum Volkstrauertag in Friedrichroda und Gotha.
Auf dem Plakat sind verschiedene Fotos von den Aktionen der Jahre zuvor gegen den Volkstrauertag zu sehen. In der Mitte zerstößt ein LKW das Bild, der das Vaterlandsdenkmal für die gefallenen Soldaten beider Weltkriege in Friedrichroda auf dem Anhänger wegfährt. Der LKW hat anstatt des Symbols der Automarke ein Antifa-Logo. Insgesamt ist das Plakat im Comic-Stil gehalten.
Im Rahmen der Kampagne ist 2015 auch eine Broschüre mit Texten zur Kritik deutscher Gedenkpolitik und einer Chronologie der Proteste gegen den Volkstrauertag in Friedrichroda.
- Autor
- Antifaschistisches Bündnis Gotha
- Erstellt am
- Sonntag, 13. November 2016
- Schlagworte
- Antifa, Demo/Kundgebung, Geschichtspolitik, Veranstaltung
- Alben