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Queerschnitt - Free Your Gender Days

Image0132.jpg Dem nationalen Wahn ein Ende - Weder Deutsch noch TümeleiVorschaubilderKunst Spektakel Revolution 2009Dem nationalen Wahn ein Ende - Weder Deutsch noch TümeleiVorschaubilderKunst Spektakel Revolution 2009Dem nationalen Wahn ein Ende - Weder Deutsch noch TümeleiVorschaubilderKunst Spektakel Revolution 2009Dem nationalen Wahn ein Ende - Weder Deutsch noch TümeleiVorschaubilderKunst Spektakel Revolution 2009Dem nationalen Wahn ein Ende - Weder Deutsch noch TümeleiVorschaubilderKunst Spektakel Revolution 2009

Vor weißem Hintergrund sind sechs gelb eingefärbte Fotos montiert: Ein Doppelbett, ein Paar Schuhe, ein abgepacktes Stück Fleisch, ein Sofa, ein Haus und eine Szene in einem Wohnzimmer: eine Frau hilft einem Mann beim Staubsaugen. Davor ist groß gezogene, pinke Schrift in Courier New (die Schrift, die aussieht, wie alte Schreibmaschinen-Lettern) gesetzt und bewirbt die "Free Your Gender Days" in Weimar mit "Workshops, Vorträgen, Diskussionen, Konzerten und Aktionen" zu Themen, die auch 25 Jahre später noch in der radikalen Linken diskutiert werden: Geschlecht im Kapitalismus (konkret: Wertabspaltungskritik), Sexarbeit und Prostitution, Kritik von Geschlechterrollen, Umgang mit sexueller Gewalt, Antifa und Männlichkeit und Geschichte der Frauenbewegung. Die beworbenen Aktions- und Veranstaltungstage in der Gerberstraße werden in einen queeren Rahmen gestellt: Der Titel fordert eine Befreiung vom soziale Geschlecht, dass in diesem Sinne als gesellschaftlich geformte Angelegenheit begriffen wird. Gleichzeitig zeigt das Veranstaltungsprogramm einen positiven Bezug auf die Frauenbewegung und eine Patriarchatskritik. Die Fotos spielen vermutlich darauf an, dass in einer sexistischen Gesellschaft fast jede Lebensäußerung geschlechtlich codiert ist, alle gezeigten Lebensbereiche (zusammen Übernachten, sich Kleiden, Essen, Freizeit, Architektur und Hausarbeit) daher auch als Kampffeld der Geschlechterverhältnisse gesehen werden kann.